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Ratgeber · AuswahlKI-Anbieter für Makler prüfen:Die Fragen, die zählen.

Lesezeit 6 Minuten · Stand der Quellen: September 2026

Fast jeder Anbieter verspricht dasselbe: schnellere Antworten, weniger Arbeit, mehr Abschlüsse. Den Unterschied sehen Sie erst, wenn Sie die richtigen Fragen stellen. Hier sind sie, sortiert nach dem, worauf es im Maklerbüro ankommt.

Kurz gesagt

  • Lassen Sie sich die Mängelfrage vorführen, nicht den geraden Weg.
  • Fragen Sie nach dem Modell darunter: Die Fehlerquoten unterscheiden sich um den Faktor dreizehn.
  • Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag kein Test, auch kein kostenloser.

Warum die Fragen wichtiger sind als die Vorführung

Eine Vorführung zeigt den geraden Weg: eine freundliche Anfrage, eine schöne Antwort. Im Alltag kommen die anderen Fälle: die Preisverhandlung, die Mängelfrage, die Absage am Morgen.

Ein System, das nur den geraden Weg kann, ist eine Vorführung. Ein System, das diese Fälle sauber behandelt, ist ein Werkzeug.

Wie zuverlässig die Technik wirklich ist

Eine öffentliche Messung, das Hallucination Leaderboard von Vectara, prüft, wie oft ein Modell beim Zusammenfassen eines vorgelegten Dokuments etwas hinzuerfindet. Das ist genau die Aufgabe „Beantworte diese Anfrage aus der Objektakte“. Im Mai 2026 erfand das beste geprüfte Modell in 1,8 Prozent der Fälle etwas, das schlechteste in 24,2 Prozent.

Zwischen bestem und schlechtestem Modell liegt also der Faktor dreizehn. Welches Modell unter einem System arbeitet, ist keine technische Randnotiz. Fragen Sie danach. Wer die Frage nicht beantworten will, hat einen Grund dafür.

Die drei Fragen, an denen Sie einen Anbieter erkennen

Es geht nicht darum, möglichst viele Häkchen zu sammeln. Wer bei diesen drei Fragen ausweicht, ist raus, egal wie gut alles andere klingt.

  • Zeigen Sie mir, was passiert, wenn ein Interessent nach einem intern hinterlegten Mangel fragt. Das System muss abbrechen und an Sie übergeben
  • Bekomme ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, auch für die Testphase? Ein Nein ist ein Ausschlusskriterium
  • Wo steht bei einem Kontakt, worin er wann eingewilligt hat, und was tut das System, wenn dort nichts steht?

Weitere Fragen für das Gespräch

Wahrheit und Herkunft der Fakten

  • Woher stammen die Zahlen in einer Antwort? Eine schlechte Antwort lautet: aus dem Modell
  • Was passiert, wenn eine Angabe in der Objektakte fehlt? Richtig ist: Lücke melden, nicht schätzen

Interna und Freigabe

  • Kann das System schriftlich über Preise verhandeln? Das muss ausgeschlossen sein
  • Kann jede ausgehende Nachricht vor dem Versand freigegeben werden?
  • Was passiert bei einer Terminabsage am Morgen? Das ist der Härtetest

Kaufmännisches

  • Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige, und in welchem Format bekomme ich sie?

Was in keinem Angebot steht

Drei Kostenblöcke stehen selten im Angebot: Ihre eigene Zeit in den ersten Wochen, die anwaltliche Prüfung Ihrer Textbausteine, einmalig und unverzichtbar, und der Ausstieg. Bekommen Sie Ihre Daten in einem brauchbaren Format zurück?

Und wenn ein Anbieter seinen Preis mit „KI ist teuer“ begründet: Die Nutzungskosten für KI-Modelle sind zwischen November 2022 und Oktober 2024 um mehr als das 280-Fache gefallen. Was Sie bezahlen, ist die Arbeit drumherum: die Anbindung an Portale und Postfach, die Objektakte, die Trennung von öffentlich und intern, die Freigabe.

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Weiterlesen

Quellen

  1. Vectara: Hallucination Leaderboard, Stand der Werte 11. Mai 2026 (Faktentreue beim Zusammenfassen vorgelegter Dokumente)
  2. Stanford HAI: AI Index Report 2026, Kapitel Technical Performance (Entwicklung der Nutzungskosten)
  3. Artikel 28 DSGVO (Auftragsverarbeiter)
  4. AB ImmoSystems: Leitfaden „Der KI-Agent im Tagesgeschäft“, Ausgabe 2026, Kapitel 3, 10 und 11

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  1. 1Gespräch45 Minuten, in denen wir Ihre Abläufe durchgehen
  2. 2AnalyseWir benennen die drei größten Zeitfresser konkret
  3. 3VorschlagSie bekommen einen Plan, auch wenn Sie ihn selbst umsetzen

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